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Unternehmen Zalando erlebt Shitstorm - wer schreit als Nächster?

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Zalando in der Kritik

Jede Woche schwappt es über die Vebraucher. Ein neuer Skandal - aufgedeckt und schnell bewertet. Jetzt hat der Aufschrei die in Berlin ansässige Zalando AG getroffen. Bekannt geworden durch hysterisches Schreien von Frauen, später hinzugekommen auch durch kreischende Männer, machte das virtuelle Bekleidunghaus mit Schwerpunkt Schuhen von sich reden.
Die RTL Reporterin Caro Lobig war nun drei Monate lang bei Zalando undercover unterwegs und berichtete in einem Fernsehbeitrag am 14.4.2014 von Arbeitsbedingungen, die den zukünftigen Käufern bei Zalando den Onlineeinkauf gehörig verdirbt. Dem Zuschauer stellte sich die Frage "Entspricht die Pausenregelung bei Zalando bereits chinesischen Verhältnissen?", "werden Mitarbeiter unter Druck gesetzt, so dass körperliche Schäden davon getragen werden?". Diesen Eindruck mussten die Zuseher bekommen und die Reaktion ist entsprechend.
 
Der geoutete Betrieb versucht per Prozeß die Angelegenheit zu klären. Die Online-Community lässt einen Shitstorm im Netz starten. Wie bei Amazon oder dem WWF: Immer noch glauben einige Manager, dass durch Datensammelleidenschaft, fragwürdige Mitarbeiterführung und -behandlung, die Lobbyarbeit bei Politikern immer noch allemal mehr bewirkt, Dumpingpreise hinter dem Ofen hervorlocken und das ganze auf dem Rücken der externen Dienstleister, internen Mitarbeiter und manchmal auch der Tiere. Egal ob im Inland oder verlagert an einen Ort im Ausland.

Viel weniger Entsetzen besteht darin, dass die Konsumenten und Verbraucher derartige Denkstrukturen in diesen Firmen fördern, weil sie nur noch nach dem Schnäppchen schauen, sie nicht nachfragen, wieso bestimmte Produkte so ungeheuer günstig sein können und dass selbst Versandkosten und Rücksendekosten nicht vom Verbraucher und Besteller getragen werden müssen. Das Unternehmen ist ja so toll - weil alles nichts kostet. Dass Rücksendungen einen enormen Aufwand darstellen, kann sich niemand vorstellen.

Ein Betrieb hat nicht unendlich viele Möglichkeiten eines der wichtigsten unternehmerische Ziele, nämlich die Gewinnmaximierung, zu erzielen. Der Aufschrei gilt schon dann, wenn gesetzl. Mindestlöhne bezahlt oder nur leicht überschritten werden. Wenn Qualität und Quantität aus den Fugen geraten und es schlussendlich egal ist, wo hergestellt wird, zu welchen Bedingungen gearbeitet wird, wie Mitbewerber in die Knie gezwungen werden, Transportkosten beim Preis keine Rolle spielen, Service nichts kosten darf, dann ist die Welt, wie sie ist. Shitstorm hier - Aufregung dort.

Deshalb. Berichtet und investgativ dazu wird mehr, denn je. Nicht nur Nordafrikas Demonstrationen zeigen Politikern und Wirtschaft, dass das Web nicht nur für Werbung in facebook, twitter und google zum Fang von Kunden gut ist. Das NSA Debakel mit Snowden steht exemplarisch dafür, dass Datensammelleidenschaft auch nach hinten losgehen kann. Denn das Netz vergisst nichts und Daten aus den Unternehmen bleiben ebenso lange am Leben, wie Telefondaten der Vebraucher bei Geheimdiensten.

Und so wird nach ADAC, ERGO Versicherung, Deutsche Bank, Allianz, Landesbanken, Monsantos, Müller Brot, Amazon, WWF, Zalando und anderen schon bald der nächste Aufschrei im Netz erfolgen. Weil sie noch nicht wissen, wie lange ein schlechtes Image sich hält, mag man noch so viele Millionen in Werbung stecken.

Ausser Verbraucher, wie auch Unternehmen und Behörden glauben, der Osterhase legt die Eier. In diesem Sinne: Frohe Ostern

 

2805 Aufrufe
Gerd Bruckner

Chefredakteur

 

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