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Big-Mac-Index: Leitfaden zur Bewertung von Währungen weltweit

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Bildnachweis: The Economist

The Economist veröffentlicht neuen Big-Mac-Index: Burger sind in den meisten Ländern „billiger als Fritten“

The Economist veröffentlichte heute seinen neuesten Big-Mac-Index, der traditionell zum Nachdenken über die Wechselkurse anregt. Der Index basiert auf der Theorie der Kaufkraftparität (KKP). Diese reflektiert die Vorstellung, dass sich die Wechselkurse auf lange Sicht einer Rate annähern, die die Preise eines identischen Warenkorbs aus Produkten und Dienstleistungen in verschiedenen Ländern ausgleichen. Der Warenkorb von The Economist enthält nur einen Big Mac, weil er auf der ganzen Welt verkauft wird.

Der neueste Big-Mac-Index zeigt, dass die meisten Währungen gegenüber dem US-Dollar sehr günstig sind. Diese Entwicklung wird von Amerikas starker Wirtschaft und steigenden Zinsen getrieben. Die Notenbanken der Eurozone und Japans lockern ihre Geldpolitik stets weiter, so dass der Euro gegenüber dem Dollar um 19 Prozent, der Yen um 37 Prozent unterbewertet wird. Der Einbruch der Rohstoffpreise hat die Währungen von Rohstoffexporteuren wie Russland und Brasilien geschwächt; Big Macs sind in diesen Ländern sehr günstig für Amerikaner, die ein Burger-Schnäppchen suchen.

Im Gegensatz dazu bleiben der Schweizer Franken, die Norwegische Krone und die Dänische Krone gegenüber dem US-Dollar weiter überbewertet, das heißt Burger sind in diesen Ländern teurer. Aber unter Berücksichtigung des höheren Bruttoinlandprodukts (BIP) pro Person (und teureren Arbeitskosten) in diesen Ländern, ist der Schweizer Franken nur um 2 Prozent überbewertet, die Dänische Krone gegenüber dem Dollar sogar um 17 Prozent unterbewertet.

Der Big Mac-Index wurde von The Economist 1986 als Berechnungsgröße eingeführt, um festzustellen, wie Währungen sich real gegenseitig positionieren. Es basiert auf der Theorie der Kaufkraftparität (KKP), die Vorstellung, dass auf lange Sicht die Wechselkurse gegenüber der Rate, die die Preise eines identischen Korb von Waren und Dienstleistungen auszugleichen wäre bewegen sollte (in diesem Fall, einen Burger), basierend in zwei beliebigen Ländern. Zum Beispiel: der durchschnittliche Preis für einen Big Mac in Amerika im Januar 2016 betrug $ 4,93; in China war es nur $ 2,68 zu Marktwechselkursen. Das besagt, dass der Yuan zu dieser Zeit um 46% unterbewertet war.

Burgernomics ist also ein Werkzeug, Wechselkurse anschaulich darzustellen. Der Big-Mac-Index hat sich zu einem globalen Standard entwickelt und wurde in verschiedene  Wirtschaftslehrbücher aufgenommen und ist als Thema in mindestens 20 wissenschaftlichen Studien enthalten.

Sehen Sie hier, wo die günstigsten und die teuersten Big Macs auf der Welt zu finden sind.

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