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Spendenaufruf von Bundeskanzler Gerhard Schröder "Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Europa wird gegenwärtig von einem der größten und in seinen Auswirkungen verheerendsten Hochwasser seit Jahrzehnten heimgesucht. Seit Tagen sind wir alle mit den dramatischen Bildern aus Dresden und Passau, aus Prag und aus Ybbs und vielen anderen Orten konfrontiert. Wir hören die Nachrichten von überfluteten Ortschaften, in denen Menschen mit vereinten Kräften und äußerstem Einsatz gegen das dramatische Hochwasser ankämpfen. Die Hochwasserkatastrophe im Süden und Osten unseres Landes hat nicht nur erhebliche Schäden an Häusern und Straßen angerichtet, hat das Hab und Gut vieler Familien zerstört, Ernten vernichtet und Betriebe geschädigt. Zehntausende mussten bereits ihre Häuser und Wohnungen verlassen, und es ist absehbar, dass noch Tausende hinzukommen. Vor allem aber betrauern wir den Tod von Menschen in Deutschland, Tschechien und Österreich, die den Fluten zum Opfer gefallen sind. Ihren Familien gilt unser Mitgefühl in ganz besonderem Maße. Wir sehen aber auch, dass überall vor Ort Zehntausende von Helferinnen und Helfern aus ganz Deutschland gegenwärtig Tag und Nacht bis an die Grenze der Erschöpfung arbeiten, um noch schlimmeres zu verhindern. Ohne die Einsatzkräfte von technischem Hilfswerk und Bundesgrenzschutz, ohne die Soldaten der Bundeswehr, ohne die Feuerwehren und Polizeibeamten aus allen Bundesländern, privaten Hilfsorganisationen, aber auch ohne die vielen freiwilligen Helfer wären die Folgen unabsehbar. Ihnen allen danke ich im Namen aller Mitbürgerinnen und Mitbürger, aber auch ganz persönlich; die aktuellen Meldungen zeigen uns, dass Ihr Einsatz auch weiterhin gefordert sein wird, und es ist gut zu wissen, dass die Betroffenen vor Ort auf diese Solidarität bauen können. Noch ist nicht absehbar, wie groß die materiellen Schäden sein werden, die die Fluten bereits angerichtet haben und noch anrichten werden. Insbesondere viele ältere Menschen und Familien mit Kindern stehen vor existenziellen Problemen, die sie aus eigener Kraft nicht werden bewältigen können. Länder und Gemeinden stellen sich ihrer Verantwortung in dieser außergewöhnlichen Situation und auch der Bund leistet seinen Beitrag. Damit möglichst allen schnell und wirksam geholfen werden kann, ist aber auch Ihre Hilfe, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, unabdingbar. Ich bitte Sie deshalb herzlich: Spenden Sie für die Opfer der Flutkatastrophe. Herausgabe eines Sonderpostwertzeichens mit Zuschlag "Hochwasserhilfe 2002" Das Bundesministerium der Finanzen wird noch im August eine Sonderbriefmarke mit Zuschlag "Hochwasserhilfe 2002" herausgeben. Das Spendenaufkommen aus dem Verkauf der Marke soll den von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Menschen und Unternehmen in den Regionen zugute kommen. Die Sonderbriefmarke wird einen Wert von 56 Cent plus Zuschlag 44 Cent als Spende haben - der Verkaufspreis insgesamt beträgt somit 1 €. Alle Bürger und Bürgerinnen können sich an dieser Spendenaktion beteiligen.
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Folgende Organisationen haben zu Spenden aufgerufen.
Überweisungsvordrucke liegen bei Banken und Sparkassen bereit.
Caritas International Bank für Sozialwirtschaft BLZ 660 205 00 Kto. 202 Deutsches Rotes Kreuz Diakonisches Werk Die Johanniter Bayerische Staatsregierung BLZ 700500 00 Kto. 82000 Unterstützung für Landkreis Cham/Bayer. Wald Kontonummer: 620 000 059, Unterstützung für Dresden: Stadtsparkasse Dresden Unterstützung für Magdeburg:
Konto-Nr: 14
00 01 01 Unterstützung für Rettung und Wiederherstellung von Kulturgütern und -einrichtungen: Kulturstiftung des Bundes |
Unterstützung für Passau: Dr.-H.-Kapfinger-Stiftung Unterstützung für Regensburger Bevölkerung: Ab sofort stehen den Opfern der Regensburger Flutkatastrophe Mittel für Soforthilfen zur Verfügung. Informationen sind unter der Telefonnummer 507-1622 zu erhalten. Hier können auch entsprechende Anträge gestellt werden, denen im Rahmen eines Sofortprogramms entsprochen wird.In Frage kommen Privathaushalte, deren Wohnungen von den
Wassermassen mehr als 10 cm überflutet worden sind und die
umgehend Mittel zur Bewältigung des Alltags benötigen.
Beispiel: Eine Familie (Vater, Mutter, zwei Kinder) hat
durch den Wasserschaden von der Wäsche bis hin zu Lebens-
und Alltagsutensilien wie Möbeln alles verloren. Sie erhält
pro Person 500 €, also eine Soforthilfe von insgesamt 2000
€, wenn der Schaden glaubhaft nachgewiesen werden kann. Die
Übergabe der Mittel erfolgt vor Ort. Auch nach Beendigung des Katastrophenalarms ist bis auf weiteres der Stadt Regensburg eine Info-Hotline zum Thema “Hochwasser” eingerichtet. Unter der Telefonnummer 507-1363 können zum Thema “Hochwasser” aktuelle Informationen eingeholt oder Anfragen gestellt werden. Hotline-Nummern in Sachsen:
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