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Rauchverbot in Manhattan gilt jetzt auch für Bars und Restaurants

... oder anders ausgedrückt: In N.Y. gibt es jetzt 2 Gruppen auf die Jagd gemacht wird - Terroristen und Raucher

Von wegen das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Bürgermeister Michael Bloomberg, so ehrenwert es für die Gesundheit sein mag, hat der Stadt N.Y. bei Touristen einen weiteren Schlag versetzt. Nach dem Beginn des IRAK Krieg zeigt die Administration wieder einmal die volle Härte und lässt auch diesmal keinen Spielraum. Nach dem Bush Motto "entweder für uns oder gegen uns" sind jetzt alle Tabakraucher dran.

Seit dem 30. März werden die Clubs und Restaurants der Stadt New York bis auf wenige Ausnahmen zu Nichtraucher-Zonen. Wer sich nicht daran hält und trotzdem raucht, dem droht eine Strafe von 200 bis 400 Dollar (186 bis 374 Euro), beim zweiten Mal sind bis zu 1000 Dollar fällig, und das dritte Mal kostet es satte 2000 Dollar.

Ab Juni soll das Verbot für den ganzen Bundesstaat New York gelten.

"Die Angestellten von Bars und Restaurants atmen mehr Rauch ein als in jedem anderen Beruf und sind deshalb sehr viel stärker von Lungenkrebs bedroht", begründet der Leiter der New Yorker Gesundheitsämter, Thomas Frieden, das harte Durchgreifen.

Der New Yorker Nachtclub-Verband NYNA verweist dagegen darauf, dass Eigentümer und Betreiber der Bars und Restaurants durch das Rauchverbot in eine schier ausweglose Lage kämen: "Stellen Sie sich vor, ich habe an einem Tisch gute Kunden sitzen, die gerade 1000 Dollar bei uns gelassen haben, und ich sage ihnen, sie müssen ihre Zigaretten ausmachen", erläutert NYNA-Präsident David Rabin das Problem. Entweder vergraule er damit seine Gäste - oder aber die Gäste blieben, dann allerdings rauchend, und er riskiere dabei eine Strafe von der Stadtverwaltung. "Das ist mehr als absurd."

Im übrigen führt das Rauchverbot seiner Meinung nach dazu, dass die Gäste von Nachtclubs und Lokalen zum Rauchen vor die Türe gehen und damit den Zorn der Anlieger auf sich ziehen. Eine Studie des Verbands habe ergeben, dass mehr als die Hälfte der rund 11.000 befragten Stammgäste genau dies vorhätten - vor der Kneipe zu rauchen. Auch in diesem Fall sind Rabin zufolge die Betreiber die Gelackmeierten, weil sie sich womöglich noch Strafanzeigen einhandelten: "Wir sind doch so oder so gekniffen, egal ob wir uns an das neue Gesetz halten oder nicht."

Ausgenommen vom Rauchverbot sind Privatclubs, Cafes im Freien und Bars mit speziell belüfteten Raucherräumen, die nicht von den Angestellten betreten werden. Allerdings ist anzumerken, dass es Bier auf der Straße, sprich im Freien, nicht gibt. Wenn sie also ein Bierchen und ne Zigarette haben wollen, dann müssen Sie zwischen drinnen und draussen ständig wechseln. Dass das keinen Spass macht ist ja wohl klar.

Ausgenommen sind
Cafés im Freien und Bars mit
speziellen Raucherräumen, die
nicht von den Angestellten betreten
werden

Bei 7.50 US $ pro Packung sollten Sie als Raucher das Rauchen aufhören oder bei einer Reise nach N.Y. sich auf jeden Fall mit Zigaretten vorher ausreichend eindecken.

Weitere News aus N.Y. finden Sie auch im www.nyc-guide.de

Gut für Deutschland und Europa: Die rauchenden Einwohner von New York können ja einmal eine Stippvisite nach Europa unternehmen. Denn Touristen werden selten die Amtsstuben der Öffentlichen Verwaltung aufsuchen.

Unsere Meinung: N.Y. kann von Europa noch einiges lernen was Toleranz bei Bier und Zigaretten betrifft. Nichtraucher gibt es auch in Europa/Deutschland doch dafür gibt es Nichtraucherlokale in denen Raucher keinen Zutritt haben. Raucherlokale zu denen Nichtraucher keinen Zutritt haben sind uns allerdings unbekannt.

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist schon lange gehemmt und zeigt sich immer mehr von der anderen Seite.