Auf den Spuren Anton Bruckners

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Brucknerhaus Linz © Linz Tourismus/bin2013

Mehr Bruckner geht in 2018 fast nicht

Er gehört zweifelsfrei zu den großen Oberösterreichern. Anton Bruckner, Lehrersohn aus Ansfelden bei Linz, war einer der gefragtesten Orgelvirtuosen seiner Zeit. Seine Sinfonien füllen auch heute weltweit große Konzerthäuser.

Im Alten Schulhaus nahe der Kirche von Ansfelden wurde Anton Bruckner am 4. September 1824 geboren. Als Sohn eines Lehrers, der die Orgel in der Kirche und die Geige auf dem Tanzboden spielte, war sein Leben von Kind auf mit der Musik verbunden. Von seinem Geburtshaus in Ansfelden, heute ein kleines Museum, führt der "Anton Bruckner Radweg" nach St. Florian. Ein Weg, den Bruckner selbst ging, als er im Augustiner Chorherrenstift St. Florian zum Sängerknaben wurde. Bevor er seine Berufung zum Komponisten entdeckte, wurde Anton Bruckner wie sein Vater Lehrer. In Kronstorf bei Steyr erinnert das Brucknerzimmer an seine Tätigkeit als Schullehrer.

Als Lehrer und Organist kehrte Bruckner nach St. Florian zurück. Die monumentale Orgel der Stiftsbasilika brachte sein Talent als Improvisationskünstler zur Entfaltung. Während er in der nahen Landeshauptstadt Linz als Dom- und Stadtpfarrorganist wirkte, erarbeitete sich Anton Bruckner erste Kenntnisse und Fertigkeiten im Komponieren. Von Linz aus zog er 1868 nach Wien. Mit seinen Kompositionen, allen voran den gewaltigen Klanggebäuden seiner Sinfonien, irritierte er anfangs die Musikwelt. Letztlich sicherte er sich aber einen Platz unter den großen Musikschaffenden seiner Zeit. An seine Linzer Zeit erinnert die Brucknerstiege beim Alten Dom.

Das Brucknerhaus an der Donau begeistert Konzertbesucher mit seiner einmaligen Akustik und ist einer der Hauptschauplätze des jährlichen Internationalen Brucknerfestes zu Ehren des Komponisten. Sein Leichnam liegt in der Krypta der Stiftsbasilika St. Florian begraben, exakt unter "seiner" Brucknerorgel.

Der musikalischen Herkunft und Sozialisation des „Lehrerorganisten“ aus Ansfelden sowie seiner künstlerischen Auseinandersetzung mit der kompositorischen Tradition lauscht das Internationale Brucknerfest Linz 2018 nach. Im Zentrum stehen folglich einerseits Werke, mit denen Bruckner durch seine Lehrer bekannt gemacht wurde oder die er während seiner Ausbildung im Kloster St. Florian und in Linz sowie auf Reisen kennenlernte, andererseits jene Kompositionen, auf die Bruckner sich unmittelbar bezog und die ihm hinsichtlich des Strukturmodells oder der Tonartendramaturgie als Vorbilder dienten. Indem es Bruckners musikalischen Horizont in seiner ganzen Breite und Vielfalt hörbar macht und die Galerie seiner Ahnen gleichsam zum Klingen bringt, führt das Internationale Brucknerfest am 4. September 2018 eindrücklich vor, dass der Komponist keineswegs unvorbereitet und ohne Traditionsbezug in die Musikgeschichte ‚eingeschlagen‘ ist, wie ein vom Himmel gefallener Meteorit. Mit diesem Wissen wird man Bruckners Werke anders hören, seine schöpferische Entwicklung zu einsamen kompositorischen Höhen darum jedoch nicht weniger bewundern.

Einen Radausflug mit Draht zur Kultur verspricht der Anton Bruckner Radweg, der Sie in die Heimat des Komponisten auf einer Länge von 42,02 Kilometer von Linz nach Asten führt.

Nähere Infos: Oberösterreich Tourismus Information www.oberoesterreich.at

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